Schritt für Schritt zum Bauführer  

Marco Tobler

Marco Tobler aus Marbach SG hat die Höhere Fachprüfung zum Bauführer bestanden. Auf dem Weg zum eidgenössischen Diplom halfen ihm die Unterstützung seines Arbeitgebers sowie Eigeninitiative und Durchhaltevermögen.  

Nach der Lehre als Landschaftsgärtner absolvierte Tobler am Campus Sursee zunächst die Ausbildung zum Bauvorarbeiter Strassenbau und anschliessend die Weiterbildung zum Strassenbau-Polier mit eidgenössischem Fachausweis. Für ihn war deshalb schnell klar, auch den nächsten Karriereschritt zum Bauführer am Campus in Angriff zu nehmen.  

Monatelang bereitete sich der Mitarbeiter der Alder-Zani AG in Gossau auf die Bauführerprüfung vor, die er im April 2026 in Sursee absolvierte. Der dort besuchte Vorbereitungskurs habe ihn sehr gut auf die Prüfung vorbereitet, betont er. Zusätzlich arbeitete er in Lerngruppen mit anderen Teilnehmenden und übte verschiedene Praxissituationen in Rollenspielen.   

 An den ersten Teil der schriftlichen Prüfung erinnert er sich gut: «Die Aufgaben waren durchaus anspruchsvoll.» Trotz eines herausfordernden Starts fand er rasch seinen Rhythmus. «Wichtig war, sich in die Rolle eines Bauführers hineinzuversetzen und zu überlegen, wie man auf einer Baustelle in der Praxis handeln würde.»  

Eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum eidgenössischen Diplom spielte für Tobler auch sein Arbeitgeber. «Ich durfte früh Verantwortung übernehmen und bereits grössere Projekte leiten. Während der Weiterbildung wurde ich von meinem Vorgesetzten und meinem Patron stets unterstützt.» Besonders wertvoll sei dabei eine Unternehmenskultur, in der offen mit Fehlern umgegangen und Lernen gefördert wird. Trotz aller Unterstützung sei Eigenverantwortung entscheidend gewesen. «Man muss sich immer wieder selbst motivieren, dranzubleiben und auch nach einem langen Arbeitstag noch Zeit ins Lernen zu investieren.»  

Die Organisation und Durchführung der Prüfung bewertet Tobler als positiv. Für angehende Bauführerinnen und Bauführer hat er einen klaren Rat: «Nutzt das Wissen und die Erfahrung, die im Betrieb vorhanden sind. Unterstützt euch gegenseitig. Gerade im Baustellenalltag hilft der Austausch enorm. Und ganz wichtig: Habt Freude an eurem Beruf. Wer mit Begeisterung dabei ist, hat bereits viel gewonnen.»  

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