Erste Hilfe als Routine statt Zufall 

Bei der Wüest AG setzt man auf regelmässige Auffrischungen, volle Notfallkoffer und klare Zuständigkeiten.

Bei der Wüest AG setzt man auf regelmässige Auffrischungen, volle Notfallkoffer und klare Zuständigkeiten. So kann Erste Hilfe wirksam sein. 

Unter Stress funktioniert keine Theorie, sondern nur das, was im Team eingeübt ist. Das betont auch Cédric Staffelbach von der Wüest AG. «Wir führen die Erste Hilfe Schulungen regelmässig durch, sicher alle zwei Jahre. Das ist nicht freiwillig, das ist Pflicht.»  

Automatismen statt einmaliger Kurs 

Erste Hilfe gehört in die Betriebsroutine. Ziel sind Automatismen, die sofort greifen. Drei Bausteine entscheiden, ob das gelingt. Erstens regelmässig üben. Kurze Auffrischungen reichen, wenn sie konsequent stattfinden. Wer alarmiert? Wer sichert die Unfallstelle? Wer holt den Erste Hilfe Rucksack? Solche Rollen müssen klar sein, auch wenn das Team wechselt oder neue Mitarbeitende dazukommen. 

Volle Notfallkoffer und klare Zuständigkeiten 

Zweitens braucht es Material, das wirklich einsatzbereit ist. Ein Notfallkoffer ohne Nachfüllung ist im Ernstfall unbrauchbar. Handschuhe fehlen, Kompressen sind aufgebraucht oder abgelaufen, Pflaster vergriffen. Im Ereignisfall kostet das Zeit und erzeugt Unsicherheit. Ein einfacher Nachfüllprozess hilft: Wer ist die verantwortliche Person pro Standort und eine Bestandsliste im Koffer hinterlegen. 

Drittens zählt, dass Zuständigkeiten auch im Alltag sichtbar sind. Wer ist Ersthelfer. Wo ist das Material. Wo sind Notrufnummern und Treffpunkte. Je weniger im Notfall gesucht werden muss, desto schneller beginnt Hilfe. 

Bei der Wüest AG gehört zur Verbindlichkeit auch ein sozialer Abschluss. «Nach der Schulung essen wir gemeinsam zu Abend», sagt Cédric Staffelbach. Der Effekt ist doppelt. Das Thema bleibt präsent, und aus Pflicht wird gelebte Routine. Genau so entstehen Automatismen, die im Notfall handlungsfähig machen.