Zwischen Theorie und Praxis

Martin Lièvre nach seiner Ausbildung zum Bauführer im Umfeld der Bauwirtschaft

Als erster Absolvent der neuen Ausbildung für Bauführerinnen und Bauführer berichtet Martin Lièvre von seiner Erfahrung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen. 

Am 24. Juni 2026 fand auf dem Schloss Lenzburg die erste Diplomübergabe für die Bauführerinnen und Bauführer statt. Zu den Absolventen gehört auch Martin Lièvre. Der aus dem Jura stammende Mitarbeiter von Walo Bertschinger Romandie in Bern blickt auf eine anspruchsvolle, sowohl von Theorie als auch von Praxis geprägte Ausbildung zurück.

Was war während der Vorbereitung entscheidend?

Ganz klar: die Arbeit im Unternehmen. Wenn man mit den Realitäten auf der Baustelle konfrontiert ist, alltägliche Probleme lösen und immer wieder mit Unvorhergesehenem umgehen muss – dann bereitet einen das wirklich auf den Beruf vor. Zudem konnte ich so das im Rahmen der Ausbildung erworbene theoretische Wissen tatsächlich in der Praxis anwenden.

Bleibt die schulische Ausbildung unverzichtbar?

Ja, weil sie die technischen Grundlagen und das notwendige Wissen vermittelt, um die Prüfung zu bestehen und diesen Beruf kompetent auszuüben. Aber erst die Kombination aus Unterricht und Praxis macht den Unterschied.

Welche Rolle spielt das Unternehmen bei diesem Erfolg?

Seine Einbindung ist entscheidend. Ich hatte das Glück, bei verschiedenen Projekten begleitet zu werden und einen Mentor aus der Firma an meiner Seite zu haben. Dadurch konnte ich Fragen stellen, von Profis lernen, schrittweise in die Bauleitung einsteigen und im Laufe der Ausbildung immer mehr Verantwortung übernehmen.

Wie haben Sie die Prüfung erlebt?

Sie war bestens organisiert. Es gab eine klare Kommunikation des SBV und von Anfang an sauber strukturierte Informationen zu den Prüfungen. Natürlich hat man Stress, aber es ist wichtig, zuversichtlich zu bleiben, sein Können unter Beweis zu stellen und nicht aufzugeben.

Was raten Sie zukünftigen Kandidatinnen und Kandidaten?

Bringt euch voll und ganz ein, sowohl in der Firma als auch im Unterricht. Bleibt neugierig, stellt Fragen und tauscht euch mit euren Kolleginnen und Kollegen, den Ausbildnern und erfahrenen Fachleuten aus. Diese Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert und werden euch beruflich weiterbringen.