Eines der grössten Referenzobjekte für CO2 -speichernden Beton
Beim Bau der Energiezentrale Volketswil kommt CO2-speichernder Klark-Beton zum Einsatz. Hergestellt wurde dieser von der Toggenburger AG. Das nachhaltige Material ist CO2-neutral. Beton ist ein genialer Baustoff, galt bisher aber als wenig klimafreundlich. Dieses Image korrigiert Klark, ein CO2-neutraler Beton. Ihm wird so viel zertifizierte Pflanzenkohle mit eingelagertem CO2 zugesetzt, wie seine Produktion CO2 emittiert. Nun kommt Klark bei einem grossen Referenzobjekt zum Einsatz.
Doch der Reihe nach. Entwickelt wurde der Beton mit Pflanzenkohle von der Bündner Baustoffhersteller Logbau AG, die zu Zindel United gehört. Um diesen umweltfreundlichen Baustoff schweizweit verfügbar zu machen, spannten mehrere Schweizer Bauunternehmer als Miteigentümer der letztes Jahr gegründeten Klark AG oder als Lizenznehmer zusammen.
Vorbildliche Energiezentrale
Die Energiezentrale Volketswil bildet das Herzstück des neuen Energieverbunds Volketswil. Das Projekt von Energie 360° nutzt die Abwärme der Rechenzentren von Vantage Data Centers, um künftig CO2-neutrale Wärme bereitzustellen. Im Endausbau sollen rund 20 000 Haushalte in Volketswil, Greifensee, Schwerzenbach, Illnau-Effretikon, Uster und Dübendorf mit klimafreundlicher Fernwärme versorgt werden. Die Anlage wird dabei eine Abwärmeleistung von bis zu 50 Megawatt nutzen. Insgesamt sollen 6000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.
Der Besondere bei der Energiezentrale ist, dass sie nicht nur klimafreundlich Wärme bereitstellt, sondern selbst aus einem klimafreundlichen Beton hergestellt wird. «Aus meiner Sicht ist es sehr wichtig, dass sich Bauherren für klimafreundliche Baustoffe entscheiden, gerade bei grossen Infrastrukturprojekten mit Erneuerbarer Energie», begründet André Ress, Projektleiter Energie Anlagen bei Energie 360°, warum die Wahl auf Klark fiel.
Klark kommt bei diesem grossen Referenzprojekt auf breiter Front zum Einsatz. «Insgesamt wurden 2911,15 m³ des vollständig CO2 neutralen Betons verbaut», berichtet Christian Müller, Stellvertretender Leiter Technischer Verkauf und Entwicklungen bei der Toggenburger AG, die den Beton hergestellt hat. Die Baumeisterarbeiten mit dem neuen Beton ausgeführt hat Jäggi Hafter. Der Projektleiter Markus Weibel räumt ein, dass der Polier auf der Baustelle beim Verbauen des neuen Baustoffs gefordert war. «Er hat ein etwas anderes Fliessverhalten als herkömmlicher Beton», so Weibel.
Voraussichtlich werden nächstes Jahr die ersten Kundinnen und Kunden klimafreundliche Wärme von der Energiezentrale erhalten.